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Mehr Energie durch rohvegane Ernährung?!

Hi Glücksentdecker*in,

 

zum persönlichen Basisglück gehört ein vollkommenes Wohlbefinden – also bestmögliche Gesundheit – absolut mit dazu, oder?

Wenn Dir ganzheitliche Gesundheit ebenso wichtig ist wie mir, dann lies Dir diesen Artikel zur rohveganen Ernährung unbedingt durch.

 

Du erfährst:

  • Was rohvegane Ernährung überhaupt bedeutet
  • Wie es mir beim Selbstexperiment „1 Woche rohvegan“ ergangen ist
  • Welche Vor- und Nachteile dieser Lebensstil mit sich bringt

 

Rohvegan – Definition:

Als rohvegan gelten alle Lebensmittel und Gerichte, bei welchen keine Zutat über 42°C erhitzt wurde. Logischerweise sind alle Lebensmittel vollständig vegan, also rein pflanzlich. Wenn Du erst noch ein paar Infos zur veganen Lebensweise möchtest und gleichzeitig Lust auf humoristische Videos hast, schau gern mal auf Youtube bei Gordon & Aljosha vorbei.

Die stark reduzierte Erhitzung wird mit dem Erhalt der Funktionsweise wichtiger Enzyme begründet, weshalb rohe Lebensmittel als „lebendiger“ (= „besser“) angesehen werden. Übrig bleiben entsprechend vor allem Obst und Gemüse, aber auch Nüsse, Samen und kaltgespresste Öle. Auch einige Hülsenfrüchte sind, sofern eine Keimung stattgefunden hat, genießbar. Mehr Details sowie einen guten Überblick findest Du bei Ecodemy.

 

1 Woche rohvegan leben

Nachdem wir nun eine grobe Vorstellung darüber haben, was bei einer rohveganen Woche alles erlaubt und was widerum verboten ist, hier mein kleiner Erfahrungsbericht:

 

Vorbereitung & erste Erkenntnis

Ehrlichgesagt habe ich keine akute Vorbereitung betrieben. Im Gegenteil – zwei Tage vor Beginn habe ich sogar noch ausgelassen meinen Geburtstag gefeiert und ordentlich geschlemmt. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich mich ohnehin ziemlich gesundheitsbewusst und vegan ernähre. In den Wochen zuvor habe ich demnach schon einige Tage annähernd „Raw till 4“* gegessen, weshalb ich mir die rohköstliche Woche absolut zutraute.

In den ersten beiden Tagen spürte ich – trotz Hitze – vor allem das Verlangen nach einem wärmenden Getränk am Morgen. Zu gerne trinke ich morgens eine Tasse Kaffee oder zeremoniellen Kakao. Schnell reflektierte ich für mich, dass hinter dem wärmenden Getränk viel mehr steckte, als einfach nur der leckere Geschmack. Für mich bedeuten Kaffee und Kakao Geborgenheit, Wärme und Schutz. Diese Erkenntnis löste in mir umso mehr den Reiz aus mir diese Bedürfnisse auf eine andere Art und Weise befriedigen zu können und so kann ich jetzt – am siebten Tag – sagen, dass ich mich zwar immer noch sehr auf den Kakao freue, aber ich das Gefühl habe ihn weniger zu brauchen. Da Kaffee im Vergleich zu all den saftigen Früchten ziemlich bitter und austrocknend ist, vermisse ich den Kaffeeverzehr aktuell nicht.

 

Kurzfristiger Energieabfall

In den ersten Tagen begleiteten mich außerdem zunehmende Müdigkeit und latente Kopfschmerzen. Ich vermute, dass diese Symptome mit dem Entgiftungseffekt, welcher bei rohköstlicher Ernährung einsetzt, zusammenhing. Dazu erzähle ich später bei den Vor- und Nachteilen noch mehr. Gegen 20:00 Uhr habe ich mich also tatsächlich innerhalb der ersten beiden Tage „bettreif“ gefühlt.

Der Energieabfall hielt allerdings nur kurze Zeit an und ab dem dritte Tag hatte ich meine ursprüngliche Energie – mit weiteren Vorteilen – wieder zurück.

 

Energieanstieg & „Kochexperimente“

Ab dem dritten Tag war meine Energie zurück. Mehr noch: Ich nahm die positiven Seiten des rohveganen Lebensstils viel bewusster wahr und erfreute mich vor allem daran, dass ich mich nicht mehr so übersättigt und schlapp wie nach gekochtem Essen fühlte. Durch die zumeist vergleichsweise niedrige Energiedichte konnte ich viel größere Massen zu mir nehmen, ohne mich danach müde und ausgelaugt zu fühlen. Ich genoss die fehlende Trägheit nach dem Essen sehr und freute mich auch über die experimentelle Zubereitung rohveganer Wraps. Wir – mein Partner und ich – haben locker 10-15 Wraps zubereitet und genossen:

 

 

Auch beim rohveganen Leben kann ich so meiner Leidenschaft für Ästethik, kulinarischen Highlights und liebevoller Zubereitung nachkommen, wie Du auch hier bei den Zucchini-Nudeln siehst:

 

Ohnehin empfinde ich Früchte als extrem ansehnlich und sie bringen bunte Farbe ins Leben und in den Körper

 

Was ich innerhalb eines Tages gegessen habe

Vermutlich fragst Du dich, was ich neben Salat-Wraps sonst noch so gegessen habe. Der Obstanteil hat insgesamt mit circa 70% im Vergleich zum Gemüse (circa 30%) deutlich überwogen. Morgens habe ich meistens mit wasserhaltigem Obst wie Weintrauben oder Melonen begonnen. Auch Orangensaft habe ich regelmäßig integriert. Bis zum Abendessen – was ich in der Regel schon gegen 17:00 Uhr zu mir nehme – habe ich immer wieder kleinere Snacks wie Nektarinen, Pfirsiche oder Datteln gegessen. Abends gab es dann wahlweise einen Shake aus Bananen und Himbeeren oder Erdbeeren oder auch einen Salat mit frischem Gemüse, Kernen und einer Soße aus Nüssen, Zitronensaft und etwas Salz und Pfeffer. Natürlich kannst Du hier noch deutlich mehr variieren aber für mich war es so vollkommen ausreichend und ich habe auch so schon Fülle gespürt.  Einen Tag habe ich auch mal für Dich gefilmt und Du kannst Dir das Video auf meinem Instagram-Account anschauen.

 

Fazit des Selbstexperimentes

Insgesamt fühle ich mich heute – am 7. Tag – energiegeladen, zufrieden und vital. Ich habe in dieser Woche jeden Tag Sport gemacht und bin heute eine meiner längsten Joggingrunden gelaufen ohne mich zu verausgaben. Die schönen, bunten Früchte essen zu dürfen, stellt für mich ohnehin ein Privileg dar und ich bin voller Wertschätzung für das, was uns Mutter Natur zur Verfügung stellt und schenkt.

Die Ernährungsweise hat mich noch demütiger und bewusster werden lassen und mein Wohlbefinden insgesamt gestärkt. Ich spüre weiterhin, dass mein Verdauungssystem anders arbeitet als sonst, ich mich also viel mehr entleere als üblicherweise. Aber auch das bewerte ich als positiv, denn so werden Restbestände ausgeschieden, die meinen Körper von einer optimalen Funktionsweise abhalten.

Ob ich morgen wieder gekochte Lebensmittel zu mir nehme, entscheide ich intutiv. Aktuell habe ich kein starkes Verlanges danach aber möglichweise gönne ich mir einen leicht erwärmten zeremoniellen Kakao*, welcher bei der Zubereitung übrigens auch nicht kochen darf.

 

Zusammenfassung: Vor- und Nachteile

Wenn Du bis hierhin gelesen hast: Welche Vor- und Nachteile erkennst bzw. vermutest Du für Dich?

Aus meiner Sicht ist die Wahrnehmung hinsichtlich dieser Frage ziemlich individuell. Spür daher mal nach und frage Dich, ob die Vorteile für Dich wohl so stark wiegen könnten, dass Du der rohveganen Ernährung – wenigstens für ein paar Tage – eine Chance geben möchtest.

Hier die Vor- und Nachteile, die ich empfunden habe:

Vorteile:

  • Hoher Wasseranteil in den rohköstlichen Lebensmitteln, wodurch der Stoffwechsel sowie Entgiftungsprozesse angeregt werden
  • Weniger starkes Völlegefühl (Blähbauch etc.)
  • Mittelfristig mehr Vitalität & Energie
  • Gesteigerte Wertschätzung für die Schätze der Natur
  • Selbstwirksamkeitserfahrung

Nachteile:

  • Herausfordernde Integration bei sozialen Events (Was für Angebote gibt es für Roh-Veganer?)
  • Weniger Obst- und Gemüseauswahl in den kalten Jahreszeiten in Deutschland
  • Weniger Variation als bei einer rein veganen Lebensform
  • Obst und Gemüse sind im Einkauf meistens teurer

Was denkst Du nach diesem Artikel? Hast Du Lust die rohvegane Ernährung mal auszuprobieren?

Ich freue mich von Dir zu hören!

Ganz viel Liebe für Dich ❤

 

Deine Luisa 

 

P.S.: Falls Du dich in einer Gruppe von Menschen an die rohköstliche Ernährung rantasten möchtest, hast Du die Möglichkeit während eines Festivals die Frucht-Community kennenzulernen. Oder Du liest erst eines der Bücher von Pionieren der Szene wie Douglas N. Graham*.

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Kategorie(n): Allgemein