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Buen Camino: Mein Weg zur Hospitalera

Hi Glücksentdecker*in,

nun ist es über 2,5 Jahre her, dass ich den Camino Portugues gepilgert bin. Ende Februar 2020 bin ich den ersten (bewussten) Schritt auf dem Jakobsweg gelaufen. Dieser erste Schritt hat viele weitere ins Rollen gebracht…

Unter anderem habe ich kurzerhand ein kleines e-Book über meine Erfahrung auf dem Jakobsweg geschrieben.

„Pilger Dich Frei“ – so heißt der Titel meines Buches und ich spüre ihn immer noch so sehr.

 

Für mich bedeutet Pilgern Freiheit und Verbundenheit…

 

Es ist die Mischung zwischen Allein- und Zusammensein, Laufen und Ruhen, Reden und Schweigen. Es verbindet die Polarität des Lebens auf so wundersame Weise.

Und deswegen weiß ich auch: „Pilger Dich Frei“ war nur ein Anfang. Nur ein erster Schritt…

Vor kurzem – im November 2022 – war ich dann wieder in einer Pilgerherberge. Diesmal nicht zum Pilgern, sondern um die „andere Seite“  kennenzulernen. Meine Einführungswoche zur „Hospitalera“ („Herbergsmama“) in Pamplona hat in mir den Wunsch bestärkt, selbst einmal eine Pilgerherberge zu betreuen – denn ich weiß wie wertvoll eine annehmende, gemütliche Atmosphäre nach 15-35km zu Fuß ist. Die Einführungswoche wurde vom Freundeskreis der Jakubspilger in Paderborn organisiert. Der Verein leitet die „Casa Paderborn“ auf dem Camino Frances in Pamplona.

Neben mir waren noch 10 weitere Pilger*innen aus Deutschland vor Ort und so haben wir 5 gesellige und lehrreiche Tage – u.a. mit Spanisch-Unterricht – miteinander verbracht:

 

 

Vor allem der letzte gemeinsame Abend ist mir in Erinnerung geblieben. Dort haben wir eine kleine Andacht miteinander zelebriert – miteinander gesungen und inspirierenden Texten gelauscht. Das Gedicht „Die Schale der Liebe“ von Bernhard von Clairvaux hat mich besonders berührt:

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter…

Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle…

Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.

 

Fühlst Du die Worte auch so sehr wie ich? ❤

Aus meiner Sicht beschreibt das Gedicht eine wundervolle Grundhaltung, die wir alle lernen und leben dürfen. Tatsächlich entspricht es auch meiner Haltung als Coach, denn nur, wenn ich gefüllt bin, kann ich geben.

Das lebe ich. Darauf darfst Du dich verlassen.

Wenn Du den Ruf für ein Coaching spürst, dann sei Dir gewiss, dass ich nur gebe, wenn ich geben kann und wir uns stets auf Augenhöhe begegnen.

 

Von Herzen wünsche ich Dir eine volle Schale, viel Selbstfürsorge und vielleicht einen „Buen Camino“ im neuen Jahr? 😉

 

Ganz viel Liebe für Dich ❤

Deine Luisa

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Kategorie(n): Allgemein

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